Report - Warum so viel Gewalt?
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Das Münchner Institut für Schulpädagogik hat die Leiter von 3600 bayerischen Schulen befragt. Deren Erklärung: fehlendes Unrechtsbewusstsein, Intoleranz, extreme Ich-Bezogenheit. Eine Sozialpädagogin meint, die Verwahrlosung der Eltern-Kind-Beziehung sei mit schuld, weil der Kontakt auf das Nötigste beschränkt werde. Der Leiter eines Mädchenheims fügt hinzu: "Die Eltern finden ihre Rolle nicht mehr, seit sich die Grenzen zwischen den Generationen verwischt haben." Alle miteinander beobachten die Folgen des Fernsehens: Viele Kinder meinen, die Wirklichkeit sei ein Abbild der Filme und des Fernsehens. Insofern ist Gewalt für sie ein normales und probates Mittel zur Lösung von Konflikten. In den durch Gewaltspiele am Computer oder Video- Horrorfilme, seltenen aber doch ermöglichten Traumatisierungen, kann eine Tötungshemmung verloren gehen. Dadurch kann schreckliche Gewalt bis hin zum Amoklauf ermöglicht werden.
Und die zweite Frage: Was kann man tun? Der Versuch, allein mit Verbot und Strafe etwas zu erreichen, ist hoffnungslos. Seit zwei Jahren finden sich darum allenthalben Organisationen und Privatpersonen zusammen, um durch Antigewaltprojekte, Präventivmaßnahmen und das Aufzeigen von Alternativen bei Konflikten Versöhnung zu bewirken. In Hamburg-Wilhelmsburg läuft ein solches Aktionsprogramm, an dem mehr als dreißig Institutionen teilnehmen, desgleichen in Berlin und Bayern. Für Kinder muss es feste Regeln geben und glaubwürdige Vorbilder, die deutlich machen, was erlaubt und was man nicht erlaubt ist. Aber gibt es dies in der Welt der Eltern? Wenn die Gesellschaft keine verbindlichen ethischen Maßstäbe hat, wenn sich alles um den materiellen und kommerziellen Erfolg dreht, wenn Mitglieder des Vorstands einer Großbank wegen Steuerhinterziehung zurücktreten und gegen Hunderte von Ärzten wegen Betrügereien ermittelt wird, dann kann man von Jugendlichen nicht viel erwarten. Wir müssen erst einmal unsere Gesellschaft zivilisieren, für eine humane Dimension des Zusammenlebens sorgen und für mehr Interesse an geistigen und kulturellen Dingen. Dann wird sich auch das Bild der heranwachsenden Jugend verändern. Ob dies schnell genug geschieht, hängt allein von uns ab. Bildung ist unser „Rohstoff“ auch für die Welt zum Export. "Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Dieselbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach, jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen, sie zäumen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie aufs Neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege..." (Sitting Bull, Lakota) Kendo ist eine Schwertkunst, die mit den anderen Kampfkünsten wie Iaido, Battodo, oder Jiu-Jitsu, Aikido oder Judo den Geist und den Körper trainiert und bildet. Hierbei können Jugendliche ihre Kraft wahrnehmen und lernen Grenzen einzuhalten. Sie können ihre Macht spüren, die das Gegenüber achtet, wertschätzt und damit die Schöpfung des Anderen ehrt. Es ist ein Messen, ein Kampf ohne vernichtende Unterlegenheit, die Befriedigung und Befriedung erreichen soll. Sie lernen Haltungen, eine Ethik und Philosophie kennen, die Ihnen eine emotionale Disziplin vermittelt; ein Miteinander, sich messen und dabei sich achten und lernen, die Gefahr zu erkennen, ufert nicht in Gewalt aus. Nur so werden wir die Welt in einem gesunden sozialen Miteinander erhalten. |
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