|
|
|
... so würde Sie ein Japaner an dieser Stelle wohl begrüßen und Sie in aller Höflichkeit und Formvollendung zu sich hereinbitten. Aber jeder noch so lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Unserer neu erlernten japanischen Begrüßungsformel "Konichiwa" fügen wir darum zum besseren Verständnis ein "Hallo zusammen!" hinzu. Wir öffnen damit die Tür zu unserem Kendo-Dojo, dem Übungsraum zum Erlernen der Kunst des japanischen Schwertkampfes. Was Sie erwartet, sind keine unterhaltsamen "Ritterspiele" oder nachgestellte Heldendramen mit Damenbegleitung. Entsprechend japanischer Beharrlichkeit und vielleicht auch mit einem Hauch vom alten Geist der Samurai wird hier geübt, geübt und nochmals geübt. Ein jeder, der sich länger mit Kendo auseinandersetzt, lernt zu verstehen, was es heißt: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist solange zu beschreiten, bis alles stimmig wird, ausggeglichen und leicht, oder auch ... bis die Mitte gefunden ist. Wer sich längere Zeit mit asiatischen Kampfkünsten befasst, wird möglicherweise manche körperliche und geistige Veränderung an sich selbst feststellen. Welche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Tugenden jeweils geweckt und ausgebildet werden, bestimmt der Übende ganz für sich selbst. Die Verbindung von Geist und Körper bildet die Grundlage für Kendo, den japanischen Schwertkampf nach Art und Tradition der alten Samurai und Iaido, die Kunst des Schwertziehens. Die hieraus erwachsenden Erfahrungen in das tägliche Leben einzubeziehen, bleibt einem jeden Übenden selbst überlassen. |
| Hans Ernst |
|
|