Theorie-Battodo
Die Kunst des Schneidens mit dem Schwert

Die Zeiten der japanischen Samurais oder auch der europäischen Ritter sind längst vorüber. Physische Auseinandersetzungen geschehen heute nicht mehr mit dem Schwert - was nicht unbedingt zu größerer Menschenfreundlichkeit beigetragen hat.
Gleichwohl hat die Kunst, ein Schwert zu führen, ihren Reiz und ihre Magie beibehalten. Nach wie vor gilt das Schwert - allerdings mehr symbolisch - als die Königin der Waffen.
Im Zusammenhang mit Kendo und Iaido bieten wir - allerdings nur für Fortgeschrittene - die Schwertdisziplin Battodo an. Hierbei geht es darum, die Schnitteffizienz des Schwertschlages einzuüben und zu steigern. Nur ein sauber geführtes Schwert ist in der Lage das Schnittmedium - meistens eine gerollte Reisstrohmatte - exakt zu zerschneiden. Aber analog zu allen Budo-Sportarten geht es nicht nur um das Einstudieren einer perfekten Technik, sondern gleichermaßen um die "innere Begegnung", d.h. um die Disziplin, die sich jeder Übende selbst abverlangt. Die japanische Nachsilbe "-do" ( Kendo, Iaido, Battodo...) bedeutet im deutschen soviel wie "Weg" und weist auf eine lange Übungszeit hin, die eigentlich niemals ein Ende findet. Wir im Westen gebrauchen hierfür gerne den Begriff "Lebenslanges Lernen". Im traditionsreichen Japan spiegelt sich dieses Bestreben in der Sehnsucht nach Vollkommenheit.

Schnittübung im Battodo
Zurück